Ein Kalksteinrücken im Herzen des Jura
Die Góra Zborów erhebt sich auf 462 m über dem Meeresspiegel in der Gemeinde Kroczyce auf der Tschenstochauer Höhe. Zusammen mit der benachbarten Góra Kołczek bildet sie ein Naturschutzgebiet, das die Kalksteinfelsen, Trockenrasen und Felslabyrinthe der Kroczyce-Felsen schützt. Der Name des Berges geht auf eine Legende über Hexen zurück, die sich hier vor ihrem Flug zur Łysa Góra versammelt haben sollen.
Die ausdrucksstark geformten Felsen regen seit Langem die Fantasie an, denn in den Kalksteinblöcken lassen sich leicht Umrisse von Tieren und Menschen erkennen. Für Kletterer ist das Massiv eines der klassischen Trainingsgebiete des Jura.
Panorama und die Höhle Jaskinia Głęboka
Der Gipfel gehört zu den schönsten Aussichtspunkten des Krakau-Tschenstochauer Jura. Von hier sieht man wellige Hochflächen, verstreute Felsgruppen und bei guter Sicht auch die Burgen des Adlerhorstweges: Ogrodzieniec, Morsko, Mirów und Bobolice.
Im Massiv liegt die Höhle Jaskinia Głęboka mit einem etwa 190 Meter langen Weg, die in der Saison und nur mit Führung zugänglich ist. Warme Kleidung ist nötig, denn die Temperatur im Inneren bleibt unabhängig vom Wetter draußen niedrig.
Wanderwege und Besichtigung
Durch die Gegend führen mehrere markierte Routen: der rote Adlerhorstweg, der blaue Weg der Jurassischen Wehrbauten, der gelbe Zamonit-Weg und der grüne Weg in Richtung der Rzędkowice-Felsen. Der Aufstieg zum Gipfel ist kurz, stellenweise aber steil und felsig, weshalb Schuhe mit guter Sohle nützlich sind.
Wissenswertes
Im Naturschutzgebiet muss man auf den ausgewiesenen Pfaden bleiben, da die Rasenvegetation sehr empfindlich auf Tritte reagiert. Der Ausflug lässt sich gut mit den benachbarten Rzędkowice-Felsen oder einem Besuch einer der Jura-Burgen verbinden.