Eine Steinmauer an der Wilczka
Die Staumauer in Międzygórze steht direkt an der Ortseinfahrt, im Tal des Flusses Wilczka am Fuß des Śnieżnik-Massivs, innerhalb des Landschaftsparks Śnieżnik. Das Bauwerk entstand vor über hundert Jahren als Teil des Hochwasserschutzes für ein Tal, das immer wieder von heftigen Fluten des Gebirgsbaches heimgesucht wurde.
Die Konstruktion ist etwa 29 Meter hoch und rund 108 Meter lang. Die massive Wand aus Steinblöcken beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch die Art, wie sie sich in das enge, bewaldete Tal einfügt.
Der Blick vom Steg
Über die Krone der Staumauer führt ein metallener Steg, der etwa dreißig Meter über dem Talboden hängt. Das ist der beliebteste Punkt bei den Besuchern: der Blick hinunter auf die Mauer und das Bett der Wilczka und in die andere Richtung auf das Panorama der umliegenden Bergrücken gehört zu den stärksten Eindrücken in Międzygórze.
Das Bauwerk erforderte über Jahre Sicherungsarbeiten; heute ist es stabilisiert und für Touristen zugänglich. Der Gang über den Steg dauert nur wenige Minuten, doch der Ort lädt zu einem längeren Aufenthalt ein.
Zugang
Die Staumauer liegt etwa zweihundert Meter von der Hauptstraße entfernt, am Anfang von Międzygórze, sodass der Zugang mühelos ist. Man kann auch dem grün markierten Weg folgen, demselben, der weiter zum Heiligtum Maria Śnieżna führt; vom Ortszentrum sind es etwa zwanzig Minuten zu Fuß.
Die Umgebung
Międzygórze ist ein ehemaliger Kurort mit charakteristischer Holzbebauung alpiner Herkunft, einem Märchengarten und einem dichten Wegenetz. Der Besuch der Staumauer lässt sich am besten mit einem Spaziergang zum Wasserfall der Wilczka oder einer längeren Tour auf den Śnieżnik verbinden.