Eine Terrasse über dem größten Tagebau Polens
Der Aussichtspunkt in Kleszczów liegt am Rand der Grube des Braunkohletagebaus Bełchatów im Kreis Bełchatów. Es ist einer der wenigen Orte, an denen man das Ausmaß des Tagebaus aus der Nähe überblicken kann, und dieses Ausmaß ist hier wirklich außergewöhnlich.
Die Grube ist etwa zweihundert Meter tief, knapp acht Kilometer lang und drei Kilometer breit. Daneben arbeitet ein Braunkohlekraftwerk, dessen Schornsteine rund dreihundert Meter erreichen und aus vielen Kilometern Entfernung sichtbar sind.
Was man sieht
Von der Plattform sieht man gut die Abbauterrassen, die kaskadenartig in die Tiefe der Grube führen, die Förderbänder und die arbeitenden Maschinen. Von oben wirkt das Gerät winzig, obwohl die Bagger und Absetzer in Wirklichkeit zu den größten Landmaschinen der Welt gehören. Ein Fernglas lohnt sich, denn erst damit lassen sich die Proportionen erfassen.
Entlang des Grubenrandes wurden mehrere ähnliche Terrassen angelegt, die einige Kilometer voneinander entfernt liegen; jede zeigt den Tagebau aus einer etwas anderen Perspektive.
Für wen
Das ist eine Attraktion für alle, die sich für Industrie und Technik interessieren, und zugleich eine anschauliche Lektion für Kinder. Der Besuch ist kurz und lässt sich daher leicht in eine Fahrt durch Mittelpolen einbauen, ohne den Tagesplan zu sprengen.
Wissenswertes
Am einfachsten ist die Anfahrt über das Dorf Żłobnica, wenige Minuten östlich von Kleszczów. Die Umgebung des Tagebaus gehört zu einem Industriebetrieb, weshalb der Zugang zeitweise eingeschränkt sein kann. Man sollte bei den markierten Aussichtspunkten bleiben und die ausgewiesenen Bereiche nicht verlassen.