Ein ungewöhnlicher Obstgarten im Herzen des Nationalparks
Der Waldobstgarten in Jerzykowice Wielkie ist eine von nur wenigen derartigen Anlagen in Polen. Er liegt im Nationalpark Heuscheuergebirge, in dessen südwestlichem Teil, im Schutzbezirk Jeleniów im Landkreis Kłodzko. Statt gerader Reihen von Obstbäumen findet man hier alte Sorten, die frei über eine Waldlichtung verstreut wachsen.
Das Objekt liegt abseits der Hauptrouten des Heuscheuergebirges und hat deshalb seinen intimen Charakter bewahrt.
Warum er entstand
Der Obstgarten wurde zwischen 1999 und 2006 schrittweise angelegt, um alte Obstsorten zu bewahren, die einst in diesem Teil der Sudeten kultiviert wurden: Äpfel, Birnen, Sauerkirschen, Süßkirschen und Walnüsse. Die Förster pflanzten immer weitere Bäume nach und schufen so eine lebende Genbank regionaler Sorten.
Solche Orte haben auch eine historische Dimension — sie erinnern an die früheren Gehöfte, die vor 1945 an diesen Hängen standen und von denen heute vor allem die Landschaft geblieben ist.
Was Sie vor Ort sehen
Eine Lichtung mit verstreuten Obstbäumen, umgeben von Wald, mit Blick auf die umliegenden Anhöhen. Im Frühling lohnt sich die Blütezeit, im Herbst die Laubfärbung und die reifenden Früchte. Der Ort ist still und frei von den Menschenmengen, die sich am Szczeliniec oder in den Błędne Skały sammeln.
Man sollte bedenken, dass der Obstgarten Teil eines Nationalparks und keine Nutzplantage ist — die Früchte bleiben den Wildtieren überlassen.
Zugang
Zum Obstgarten führt der grüne Wanderweg von Kudowa-Zdrój in Richtung Krucza Kopa. Die Wanderung ist ein ruhiger Waldspaziergang mit mäßigen Anstiegen. Es gelten die Regeln des Nationalparks, darunter das Gebot, auf den markierten Wegen zu bleiben.