Ein Naturdenkmal im Wieluner Jura
Die Granatowe Źródła liegen in der Woiwodschaft Łódź, im Kreis Wieluń, im Landschaftsschutzgebiet Załęczański Park Krajobrazowy zwischen den Dörfern Troniny und Stara Wieś. Es handelt sich um eine Gruppe von Karstquellen, die als Naturdenkmal geschützt sind und zu den bekanntesten Naturbesonderheiten am Nordrand der Krakau-Tschenstochauer Höhe zählen.
Der Name spielt auf die Farbe des Wassers an. Es tritt kristallklar aus Felsspalten und vom Grund eines Altarms der Warthe aus und nimmt bei passendem Licht einen tiefen dunkelblauen Ton an. Gespeist werden die Quellen vom steilen Talhang neben jenem Flussabschnitt, der Meander Jarzębski genannt wird.
Was es zu sehen gibt
Der Ort selbst ist klein und beschaulich: einige Quelltöpfe, in denen der vom Wasser emporgetragene Sand sichtbar zittert, sowie ein Pfad entlang der Austritte. Die Quellen gehören zu den in Polen seltenen pulsierenden Quellen — ihre Schüttung kann sich verändern, was für Beobachter oft das Spannendste des Besuchs ist.
Die Besichtigung nimmt wenig Zeit in Anspruch, daher lohnt es sich, sie mit einer längeren Wanderung durch das Warthetal zu verbinden, das hier einen besonders malerischen, mäandrierenden Verlauf nimmt.
Die Umgebung
Das Naturschutzgebiet ist reich an Felsformationen und geschützten Naturobjekten. In der Nähe liegen die Berge Góra Wapiennik, Góra świętej Genowefy (Sankt-Genoveva-Berg) und Góra Krzemionki, der Teich Żabi Staw sowie mehrere Höhlen, darunter die Jaskinia Ewy (Eva-Höhle). Durch die Gegend führen Wander- und Radwege, Lehrpfade sowie der Reitweg des Wieluner Jura.
Gut zu wissen
Der Zugang führt durch Wald und feuchtes Gelände, deshalb ist festes, wasserdichtes Schuhwerk hilfreich, vor allem nach Regen. Der Ort ist für Kinderwagen und Rollstühle nicht geeignet. Als Naturdenkmal verlangt das Gebiet besondere Rücksicht: Die Quelltöpfe dürfen nicht betreten und die Pfade nicht verlassen werden.