Mmm, backt hier jemand Kekse?

Muslimischer Friedhof in Kruszyniany

Wieś Kruszyniany

  • Denkmäler & Kultur
  • Historische Friedhöfe

Ein Mizar im Tatarendorf

Kruszyniany in Podlachien ist eines der wenigen Dörfer, in denen sich seit dem 17. Jahrhundert polnische Tataren ansiedelten. Neben der hölzernen Moschee liegt der Mizar, der muslimische Friedhof, versteckt in einem kleinen Wäldchen auf einer Anhöhe hinter den Häusern. Er gehört zu den wichtigsten Gedenkorten der tatarischen Gemeinschaft im Land.

Geschichte

Die Begräbnisstätte entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, kurz nachdem tatarische Soldaten hier Land erhalten hatten. Wann der erste Grabstein gesetzt wurde, ist unbekannt; der älteste lesbare stammt vom Ende dieses Jahrhunderts. Der Friedhof wird bis heute genutzt und steht als Geschichtsdenkmal unter Schutz.

Sehenswertes

Besonders eindrucksvoll sind die Grabmale des 19. Jahrhunderts in Form von Pyramiden, Säulen und geschliffenen Platten, häufig mit arabischen und polnischen Inschriften. Neuere Gräber ähneln katholischen. Das Gelände ist eingezäunt, aber zugänglich; Stille und Achtung vor dem Kultort sind selbstverständlich.

  • Eingezäuntes Gelände, ganztägig zugänglich
  • Weg von der Dorfstraße aus
Kosten: Freier Eintritt Besichtigungsdauer: ca. 30 Min. Saisonalität: Ganzjährig